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Der Tyrann Bericht von Hiltrud Dingendorf (Eugen Scheufele)

Bei den Vorbereitungen für das Theaterstück "Der Tyrann" stellte sich heraus, dass eine Männerrolle und zwar , die des Eugen Schäufele mit einer Frau besetzt werden musste.

Es waren zuwenig männliche Schauspieler vorhanden.

Der Probenablauf wurde dadurch gestört etwas "gestört", da die Rolle der Lisa Babel und des Peter umbesetzt werden mussten.

Außerdem passierte mir ca. 2 Monate vor den Aufführungen noch folgende Story:

In der Szene im 2. Akt, bei der ich mit meinem Mitspieler Kurt, wir beide als Männer bewaffnet mir Gewehren, auf der Bühne stürmen sollten, klappte der Einsatz nicht so recht.

Einmal waren wir zu spät, das nächste Mal zu früh.

Und dabei passierte es: Ich stand zu nah bei meinem Mitspieler, hatte mein Gewehr vorm Gesicht und Kurt trat einen Schritt zurück. Der Lauf des Gewehrs traf voll meine Lippe, die Vorderzähne und natürlich die Nase.

Die Generalprobe war noch chaotischer als die Generalproben vergangener Jahre.

Meine Rolle als Mann war eine ganz neue Erfahrung für mich, da man anders gehen sollte, anders sitzen sollte, ziemlich dunkel sprechen sollte.

 

 

Ein neuer Schauspieler, oder was?? Viele Zuschauer bemerkten es, einige jedoch rätselten.

 

Die Aufführungen waren insofern interessant, da mich das Publikum als Mann sehen würde.

Ich war gespannt, ob man mich erkennen würde, einigen ist es nicht gelungen.

Diese haben vermutet, dass ich nicht aus dem Ort sein könnte.

Andere haben bemerkt, wer ich war und haben diese folgende Szene heftig belacht, da sie mich ja doch als Frau, die einen Mann spielt sahen.

Die Szene dreht sich u.a. um die Schwatzhaftigkeit der Frauen und um Frauen allgemein.

Folgender Text: Albert Babel sagt: "Die Weiber bringen mich noch um den Verstand".

Ich antworte als Eugen Schäufele: "Mach dir nichts draus, ich hab mit meiner auch Krach"

 

 

Wie es hinter denn Kulissen zuging

 

Hinter den Kulissen war während der gesamten Zeit also während der Proben und Aufführungen eine super Atmosphäre.

Ausgeglichene Schauspieler gutes Zusammenspiel, keine Störfaktoren.


Das Publikum hatte Hochachtung vor der Leistung von Walter Gräf (Rolle des Bürgermeisters, großer Text)

Hiltrud Dingendorf

 

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