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Interview mit einem Darsteller (geschrieben von Hiltrud Dingendorf und Kurt Mutschall)

Frage: Wie kamst du zur Gruppe ?

Antwort: Ich bin als Neu- Ochtendunger das erste Mal auf die Kappensitzung und hatte dort durch den Sketch "Familie Plemplem" den ersten Kontakt mit der Theatergruppe.

Frage: Wie ging es weiter ??

Antwort: Nach einigen Schnupperabenden bei der Gruppe fragte mich Stefan Liesenfeld, ob ich in einem Sketch mitspielen wollte.

Frage: Wie empfandest du deinen ersten Auftritt?

Antwort: Nach einigen Proben dachte ich, es ist überhaupt kein Problem auf die Bühne zu gehen. Doch weit gefehlt. Als wir denn 1. Sketch "Gerichtssache Mückenfett" bei der Volkshochschule Rhens aufführten und die Zeit nahte, dass ich auf die Bühne musste, wurde mir ganz mulmig.

Ich wurde kalkweiß im Gesicht und dachte - jetzt wirst du ohnmächtig.

Mein Auftritt kam und meine Stimme vibrierte.

Ich war froh, als mein Auftritt vorbei war.

Frage: Bist du heute noch nervös?

Antwort: Eigentlich nicht! Aber nach diesem Auftritt wollte ich nicht mehr auf die Bühne.

Als wir dieses Stück 2 Wochen später in Ochtendung aufgeführt hatten, ging es schon etwas besser.

Man überredete mich in dem 1. abendfüllenden Stück "Blaues Blut und Erbsensuppe" den Otto Neureich zu spielen.

Nach monatelangen Proben "verwandelte" ich mich in Otto Neureich und die Nervosität schwand.

Frage: Wie verlief der Auftritt als Otto Neureich?

Antwort: Ehrlich gesagt, hatte ich auch dann wieder großes Lampenfieber. Aber als der Vorhang aufging und die Leute klatschten, war mein Lampenfieber wie weggeblasen.

Und so geht es mir seither bei jedem Auftritt.
Das Interview mit Kurt Mutschall führte Hiltrud Dingendorf

 

 


 

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